CRPS (M.Sudeck)


Das Komplexe Regionale Schmerzsyndrom (CRPS, Synonym: M. Sudeck) ist eine durch das Nerven- und auch durch das Autoimmunsystem vermittelte Komplikation nach Unfällen oder auch nach geplanten operativen Eingriffen an Händen und Füßen.

Betroffene Körperregionen sind die Hände und etwas seltener auch die Füße mit Einbeziehung des Unterschenkels. Die Hände sind etwa dreimal so oft betroffen wie die Füße.

Der häufigste Auslöser des CRPS ist die distale Radiusfraktur mit einer Inzidenz von 14%. Risikofaktoren für das Auftreten eines CRPS sind intraartikuläre Frakturen, Dislokationen sowie die Sprunggelenksfraktur. In rund 10% der Fälle findet sich lediglich ein Bagatelltrauma wie z.B. eine Distorsion in der Vorgeschichte und in 5% der Fälle kann sich das CRPS spontan entwickeln.

Weitere Ko-Faktoren, welche das Auftreten eines CRPS begünstigen, sind vor dem Trauma bereits bestehende psychosoziale Risikofaktoren, Angsterkrankungen und Depressive Störungen.

Im Wesentlichen existieren zurzeit drei pathophysiologische Konzepte für die Entstehung eines CRPS:

1. eine überschießende Trauma bedingte Entzündung.

2. eine pathologische sympathiko−afferente Koppelung.

3. eine neuroplastische Veränderung des ZNS.

Diese Konzepte schließen sich nicht gegenseitig aus, sie sind vielmehr einander komplementär.

Aufgrund dieser verschiedenen Mechanismen, welche bei diesem Krankheitsbild miteinander verwoben sind, wird das CRPS oft zu spät erkannt. Eine frühe Diagnosestellung und zeitnahe Therapieeinleitung gemäß den zu Grunde liegenden Pathomechansimen sind für die Krankheitsprognose des CRPS die entscheidenden Faktoren.

Bitte rufen Sie uns daher an bzw. bitten Ihren Hausarzt mit uns Kontakt aufzunehmen, da wir bei Verdacht auf ein CRPS für Sie schnelle Termine anbieten.

 


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