Rheumascan


Beim Rheumascan (Synonym: Hand Scan, Xiralite) handelt es sich um ein neuartiges Gerät, mit dem spezielle Erkrankungen der Hand, die mit Störungen der Mikrozirkulation (Durchblutung und Stoffaustausch in den kleinsten Gefäßen) einhergehen, diagnostiziert und auch im Verlauf nach Therapie beobachtet werden können.

Der Rheumascan kann wichtige Hinweise zur Diagnostik und Therapiekontrolle bei folgenden Krankheitsbildern liefern:

  • Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Sklerodermie, Raynaud-Syndrom
  • Fingergelenksarthrose
  • Unklare Gelenkschwellungen in den Händen.
  • CRPS (M.Sudeck)
  • Dupuytren-Kontraktur
  • Karpal-Tunnel-Syndrom
  • Narbenneurome
  • Z. nach Finger-/Handreplantation u.a.

Funktionsbeschreibung:

Rheumascan regt die Fluoreszenz des Farbstoffes Indocyaningrün (ICG) durch Leuchtdioden im dunkelroten Spektrum des Lichts an. Die Software XiraView steuert die Untersuchung und assistiert die Auswertung. Die Kontrastmittelkinetik wird in Echtzeit dargestellt. Die aufgenommenen Bilder der Fluoreszenzintensitäten an beiden Händen ermöglicht, Entzündungsherde auf einen Blick sofort zu erkennen (siehe Beispiele der Abbildungen).

Die gestörte Mikrozirkulation ist ein empfindlicher Marker für eine Entzündung. Entzündungsbedingte Störungen der Mikrozirkulation resultieren aus einer kontinuierlichen Gefäßneubildung (Neoangiogenese), aus einer erhöhten mikrovaskulären Zirkulation und aus einer gesteigerten Durchlässigkeit des Gefäßendothels. Entzündungsfaktoren, wie TNFα, IL-1 und IL-6 spielen bei der gestörten Mikrozirkulation eine entscheidende Rolle.

Das Verfahren ist abgestimmt auf den Fluoreszenzfarbstoff Indocyaningrün (z.B. ICG-Pulsion®), der für die Mikrozirkulationsdiagnostik in Europa zugelassen ist. Die gestörte Mikrozirkulation als Hauptmerkmal der Entzündung ist klinisch und experimentell gut untersucht. Die Fluoreszenzbildgebung am Patienten hat gegenüber anderen bildgebenden Verfahren, wie der Röntgenuntersuchung, der Magnetresonanzbildgebung oder dem Ultraschall, viele Vorteile. Die Fluoreszenzbildgebung verwendet sichtbares Licht zur Diagnose, benötigt nur wenige Minuten und erfasst komplett beide Hände einschließlich der Handgelenke. Die Untersuchung ist hoch standardisiert und kann quantitativ ausgewertet werden.

Bild-Beispiele:



Fingergelenksarthrose in den Endgelenken und Arthritis PIP 4 links.
© Bildarchiv Prof. Dr. Michael Bernateck.



CRPS Typ 1 (M. Sudeck) linke Hand, Darstellung im Rheumascan.
© Bildarchiv Prof. Dr. Michael Bernateck.



Granulomatöse Weichteilinfektion der rechten Hand.
© Bildarchiv Prof. Dr. Michael Bernateck.

 





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